Lernen Sie die Thais kennen!

Buddhistischer Mönch in Tempelanlage

Der paradiesische Zauber Thailands ist unbestritten. Nicht ohne Grund verlieren jährlich unzählige Urlauber ihr Herz an die palmengesäumten Strände des südostasiatischen Landes. Um auch die Bevölkerung des Tropenstaates ins Herz zu schließen, sollten Sie sich mit den kulturellen Eigenheiten, Sitten und Gebräuchen der Thais auseinandersetzen.

Das Wahren des Gesichts

Nicht nur im inselreichen Thailand, sondern im gesamten asiatischen Kulturraum ist die Wahrung des Gesichtes für die Menschen von großer Wichtigkeit. Was sich dahinter verbirgt, zeigen wir beispielhaft in den folgenden Stichpunkten:

  • Sie werden einen Thai niemals öffentlich weinen oder laut schreien sehen. Das Ausleben solcherlei Gefühlsregungen ist nicht üblich.
  • In konfrontativen Situationen können Sie Ihrem Gegenüber die Chance geben, eine Verbesserung durchzuführen. Erwarten sie keine Erklärung oder Rechtfertigung für Fehlverhalten, wenn Sie einem Thai Vorwürfe direkt ins Gesicht sagen.
  • Im Gegenzug heißt es aber auch, dass Asiaten Sie niemals mit direkter Kritik konfrontieren, sodass Sie Ihr Gesicht verlieren würden. Europäer, die direkte Kommunikation gewöhnt sind, müssen sich an diese Umgangsformen erst einmal gewöhnen.

Ihr kleiner Kleiderknigge

Ganz klar: Für die Mitteleuropäerin gibt es keine bessere Gelegenheit, die schulterfreien Sommerkleider, die man den ganzen kühlen Frühling über schon in diversen Modezeitschriften gesehen hat, mit in den Thailandurlaub zu nehmen. Das sollen Sie auch auf jeden Fall tun, da die echten Sommertage in nördlicheren Breiten begrenzt sind. Außerdem erlaubt das tropische Klima kaum das Tragen von langer Kleidung. Thailand ist konfessionell buddhistisch geprägt. Möchten Sie die zahlreichen farbenprächtigen Tempelanlagen besuchen, sollten Sie jedoch angemessen, das heißt, mit bedeckten Schultern und Knien, gekleidet sein. Und: Ziehen Sie die Schuhe aus! Verstoßen Sie gegen diese Verhaltensregeln, laufen Sie Gefahr, die Gefühle der Gläubigen zu verletzen. Daher gilt: Die luftig-zarten Sommerkleider sind einem Stadtbummel in Bangkok und dem Strand vorbehalten.

Gehen Sie Tabus aus dem Weg

Die folgenden Stichpunkte informieren Sie über Verhaltensweisen, die Sie während Ihres Thailandurlaubs nicht vermeiden sollten:

  • Berühren Sie niemals den Kopf eines Thais. Traditionell ist er der Sitz des Selbst und somit hoch angesehen. Das Berühren des Kopfes durch einen Fremden gilt als schwere Beleidigung.
  • Im Gegenzug sind die Füße das niedrigste Glied des Körpers. Alles, was von Ihnen berührt wird, gilt als unrein. Treten Sie einem Thai versehentlich auf die Füße, müssen Sie sich in jedem Fall entschuldigen. Auch sollten die Füße im Sitzen nicht auf eine Person gerichtet sein. Es ist üblich, sich in Behausungen die Schuhe auszuziehen.
  • Die linke Hand gilt, wie in vielen asiatischen Ländern, als unrein. Besonders beim Essen, sollten Sie die rechte Hand benutzen.
  • Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist nicht üblich, ebenso ist es Frauen verboten, Mönche zu berühren.
  • Thailand ist niemals Kolonie gewesen. Die Thais leben in stolzer, monarchistischer Tradition. Selbst in Krankenhäusern wird täglich, per Nationalhymne, dem König Respekt gezollt. Ertönt diese, gehört es sich auch für Touristen, aufzustehen. Sie sollten nicht auf die Idee kommen, das Königshaus zu verunglimpfen.

Mit diesem Wissen sind Sie gewappnet für ihren Traumurlaub. Wir wünschen eine gute Reise!

Bild: © Medioimages/Photodisc/Thinkstock

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