Koh Tarutao

Der Tarutao-Nationalpark und die zu ihm gehörenden Inseln Tarutao, Koh Rawi, Koh Lipe und Koh Butang liegen in der Andamanensee im Südwesten Thailands. Dieser Nationalpark war der erste Meeresnationalpark Thailands. Das Gebiet wurde 1974 zum Nationalpark erklärt und 1982 in die Liste der ASEAN Heritage and Reserve aufgenommen. Der Nationalpark ist nicht nur der größte Thailands sondern auch Südostasiens. Zum Park gehören 51 Inseln auf fast 1.500 Quadratkilometer Meeresfläche.

Von 1939 bis 1946 wurde die Insel als Strafkolonie und Gefängnis genutzt. Zum Ende dieser Zeit, im 2. Weltkrieg, wurde die Insel stark vernachlässigt. Um trotz des fehlenden Nachschubs zu überleben, haben sich Wachen und Gefangene als Piraten in der Straße von Malaka betätigt. Nach der Schließung der Gefängnisse und nach der „Säuberung“ der Insel von Piraten, wurde Koh Tarutao landwirtschaftlich genutzt.

Koh Tarutao ist mit etwa 152 Quadratkilometern die größte Insel im Nationalpark. Auf der Insel gibt es Berge, die am höchsten Punkt über 700 Meter hoch sind. Mehr als die Hälfte der Insel ist mit Wald bedeckt. An der Westküste gibt es lange Sandstrände und Mangrovenwälder. Mit Kanus und Mountainbikes kann man die Insel erkunden. Es gibt auf der Insel zwei Gedenkstätten, die an die Zeit als Gefängnisinsel erinnern.Übernachten kann man in staatlichen Bungalowanlagen oder – mit Genehmigung – auch in einem Zelt. Wichtig ist auch hier wieder der Schutz gegen Moskitos und Sandfliegen. Hier findet man noch Abgeschiedenheit und Ruhe.


Bildquelle: DUFFEY Thibaud / creative commons 1.0

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